WANDEL VORTRÄGE & MODERATION SEMINARE PROZESSBEGLEITUNG SONJA ESER KONTAKT
 
AKTUELLE SEMINARTERMINE
GOING CIRCULAR
TEAMENTWICKLUNG
SYSTEMISCHES DENKEN
REFERENZEN
 

Systemisches Denken eine Schlüsselkompetenz im 21.Jahrhundert

„Regeln ändern, nicht Menschen“ Anselm Görres, FÖS

Ein wenig Hintergrund

Systemkompetenz beinhaltet nach Prof. Ossimitz ein Denken in vernetzten Strukturen, was erlaubt auch indirekte Wirkungen und Rückkopplungskreise zu erkennen. Das heißt auch, jenseits von isolierten Einzelereignissen Muster zu erkennen, die dem ganzen zugrunde liegen. Wichtig ist dabei, auf die Verbindungen zwischen den Ereignissen und Elementen eines Systems zu achten, die dadurch besser verstanden und beeinflusst werden können.
Ebenso gehört dazu das Denken in systemischen Zeitgestalten (Erfassen der Dynamiken), dadurch werden Rückkopplungen oft erst sichtbar. Es ist dabei auch wesentlich, bewusst die Modelle wahrzunehmen (modellorientiertes Denken), die unser Denken prägen. Zur Systemkompetenz gehört auch die Fähigkeit zu systemorientiertem Handeln, d.h. an der richtigen Stelle pragmatisch die richtigen Entscheidungen zu treffen, zu wissen wo die Hebel sind und wo man steuernd eingreifen kann.

Weshalb ist Systemdenken eine Schlüsselkompetenz für Zukunftsfähigkeit?

Eine zukunftsfähige Entwicklung hat mit den Menschen und ihren Bedürfnissen zu tun. Es ist ein Aushandlungsprozess zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen. Zielkonflikte sind die Regel, nicht die Ausnahme. Es ist entscheidend, dass man ein Verständnis der Systeme hat und die Auswirkungen betrachtet, die verschiedene Lösungswege auf alle Beteiligte und die Umwelt haben.
Systemisches Denken hilft auch zu verstehen, dass Schuldzuweisungen meist unangemessen sind. Denn nicht jede gut gemeinte Handlung hat in einem komplexen System ein positives Ergebnis. Die Struktur des Systems, nicht die persönliche Anstrengung oder Motivation bestimmt das Ergebnis. Deshalb ist es besonders wichtig, die Struktur des Systems zu verstehen, um Einfluss nehmen zu können. Systemisches Denken gehört deshalb zu den wesentlichen Gestaltungskompetenzen für nachhaltige Entwicklung.

Nutzen von Systemdenken in sozialen Systemen

Systemdenken hat viele gute Auswirkungen auch in sozialen Systemen wie Teams und Familien. Man erkennt sich selbst als Teil eines Systems. Die eigene Rolle wird klarer wie auch die eigenen Möglichkeiten, innerhalb des Systems zu agieren. Das beendet oft das Gefühl von Ohnmacht.
Selbst Konflikte, besonders vermeintlich unlösbare, können mit dieser Sichtweise verstanden werden und ein Wandel zweiter Ordnung (auf der Strukturebene des Systems) kann oft eine Lösung bringen.

Agieren in komplexen dynamischen Systemen

Heutige Unternehmen und Institutionen sind komplexe dynamische Systeme, die mit ihrer Umgebung vielfach vernetzt sind. Komplexe Systeme haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten, Eigenschaften und Verhaltensmuster die sich von einfachen Systemen fundamental unterscheiden. Komplexe dynamische Systeme können wegen ihrer Komplexität nicht im Detail analysiert werden. 
Viele treffen unvorbereitet am Arbeitsplatz mit komplexen Herausforderungen zusammen. Unbemerkt verändern sich Systeme, und auf eine Entscheidung, die gestern noch gut war, bekommt man heute ungewollte Auswirkungen. Komplexe Probleme sind Situationen von höchster Dynamik und raschem Wandel.  Diese Dynamik entsteht aus Regelkreisen und Wechselwirkungen, die wir zumeist als Wirkungsketten wahrnehmen. Ohne die Wirkungen zwischen den Elementen eines Systems zu kennen, versteht man das System nicht. Reagieren wir mit gewohntem linearem Denken, so resultieren daraus Fehlentscheidungen oder Übersteuerungen, die in ihren Auswirkungen häufig schwerwiegend sind.
Die Gesetzmäßigkeiten komplexer Systeme zu verstehen ist ein Schlüsselwissen des Komplexitätszeitalters. Vernetztes Denken als ganzheitlicher Lösungsansatz hilft, mit komplexen Problemen besser umzugehen. Systemische Betrachtungen lehren einen zu erkennen, dass jedes Ereignis Ursache und Wirkung zugleich ist. Es hilft Komplexität zu reduzieren und Muster zu erkennen. Das erleichtert ergebnisorientiertes Handeln.

Seminar: Denkmuster der Zukunft – den globalen Wandel mitgestalten

Gesucht sind heute wirkliche Veränderungen, tiefer Wandel hin zu neuen Formen des Wirtschaftens, des Zusammenlebens, des Umgangs mit unserer Umwelt. Jeder Umbruch bietet eine neue Chance für neue Evolutionen, für neue Strukturen und neue Sichtweisen. Neben den Untergangs- und Schreckensszenarien gibt es auch viel Raum für positive, kraftvolle, erfolgreiche Entwicklungen. Menschen stehen in vielfacher Wechselbeziehung zueinander. Innovation ist eine Form von Dynamik dieses Sytems.Wir haben die freie Wahl, ob wir den Weg der Vergangenheit verteidigen oder ob wir uns an der Erschaffung der Zukunft beteiligen.
Dieses Seminar bietet einen Lernraum für Systemdenken und Systemkompetenz.

Hauptthemen des Seminars:

Strukturen von Systemen und daraus resultierendes Verhalten
Zusammenhang Systemdenken, Systeminnovationen und Zukunftsfähigkeit
Das Gesamte Bild erkennen
Mit Komplexität besser umgehen
Aufspüren komplexer Wechselwirkungen und Abhängigkeiten, langfristiger Folgen, unerwarteter Wirkungen (insbesondere durch Dynamiken)
Suchen nach strukturellen Ursachen, nicht nach Schuldigen
Das Unerwartete erwarten. Umgang mit Unsicherheiten
Üben der Fähigkeit, Systemgerecht zu handeln

Ziele:

Sich selbst in Systemen erleben
Beschreiben und visualisieren von Systemen
Das Einüben von Perspektivwechsel
Erkennen und Reflektieren der eigenen mentalen Modelle, wie diese Wahrnehmung und Handeln beeinflusst
Handlungsspielräume erkennen und erweitern
Kennen von Hebelpunkten für Systemveränderungen
Besseres Aushalten von Unklarheiten, Vorsicht vor schnellen Lösungen

 

Methodik: Erfahrungslernen

„Systemkompetente Fähigkeiten können nicht allein in traditioneller Weise erlernt werden. Eine sinnvolle Lernmethode zur Förderung von Systemkompetenz stellt die Vorgabe komplexer Probleme dar, die in einer Gruppe von Personen gemeinsam gelöst werden sollen.“ (Kriz, Systemkompetenz)
In verschiedenen Studien wurde der Lernerfolg in Systemischen Denken gemessen. Es wurde nachgewiesen, dass diese Kompetenz nicht in traditioneller Weise gelehrt, sondern nur in eigener Erfahrung gelernt werden kann. Simulationen eignen sich gut zum Erlernen von Systemdenken, weil wir in der wahren Realität gemachte Fehler viel zu spät sehen und oft die Nebenwirkungen des eigenen Handelns nicht wahrnehmen können. Modelle der Systeme erlauben uns Experimente zu machen und von den Resultaten unsere Entscheidungen leiten zu lassen. Daraus entwickelt sich die Fähigkeit, systemgerecht zu handeln.
SinnenWandel bietet deshalb dazu Seminare mit verschiedenen erfahrungsorientierten Methoden, Simulationen und Planspielen an. Eigens dafür wurde auch das Planspiel „Ein Wald für alle Fälle“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf entwickelt.

 

 


Powered by STRUGGER DESIGN CMS © 2018